Glenfiddich Masterclass auf der Finest Spirits 2018

Glenfiddich Masterclass auf der Finest Spirits 2018

Begleitend zur Finest Spirits 2018 wurden verschiedene themenbezogene Tastings, sog. „Masterclasses“, über das Wochenende verteilt angeboten. Wir entschieden uns für die Glenfiddich Masterclass im Rahmen unseres Messebesuches am Freitag, den 26.01.2018.

Kurz bevor wir den Raum „Clubhouse“ betraten, in dem die Glenfiddich Masterclass stattfinden sollte, empfing uns das Campari Deutschland Team mit einem erfrischenden Drink, der unseren Geschmack neutralisieren sollte. Es handelte sich um um einen klassischen Highball mit 4 cl Glenfiddich 12yo, die mit Soda und Zitronensaft aufgefüllt wurden. Garniert wurde er mit einer Zitronenschale.

Als wir uns setzten, stellten uns die Damen von Campari Deutschland unsere vier Nosinggläser sowie eine Flasche Wasser zum Neutralisieren bereit. Dann begann auch bereits die Glenfiddich Masterclass und wir wurden vom deutschen Brand Ambassador Markus Heinze begrüßt. Er stellte uns kurz die Marke Glenfiddich vor und zählte uns die vier Tropfen auf, die wir probieren würden: IPA Experiment, Project XX, Winter Storm 21yo und Peated Cask. Zudem erwähnte er, dass der New Make von Glenfiddich geschmacklich am Allerehesten mit einem Birnenbrand vergleichbar ist.

Glenfiddich Masterclass

Hier möchten wir nun vor allem für euch, unsere Leser, ein Bild der vier Experimente schaffen, welche in der Masterclass getestet wurden. Wir beginnen mit dem

IPA Experiment. Für diesen Whisky kreierte der Braumeister Sepp Jones von der „Speyside Craft Brewery“ extra ein Indian Pale Ale. Dieses wurde für vier Wochen in den späteren Whiskyfässern gelagert, um das Holz für das Finish vorzubereiten. Danach wurden die Fässer geleert und mit dem Whisky befüllt, der daraufhin für 12 Wochen in diesen Fässern lagerte. Interessanter Fact: Glenfiddich ist eine der wenigen Destillerien, die noch eine eigene Fassmacherei besitzen, was das Experiment um ein Vielfaches vereinfachte. Im Aroma sind Spitzen von Hopfen vorhanden, geschmacklich geht das Experiment nach Florians Empfindung, vor allem von Citrusnoten über die Bitterkeit des Hopfens bis zu Blutorangen.

Project XX. Das Projekt 20 steht für 20 verschiedene Fässer. Hierfür haben die Brand Ambassadoren von Glenfiddich jeweils 5 Fässer (insgesamt 100 Fässer) für ein Tasting ausgewählt. Daraus wurden dann die 20 Gewinnerfässer gekürt, welche dann, miteinander vermischt, die Flaschen dieses Experiments ergaben. Im Glas hat der XX eine sehr ölige Konsistenz und bietet eine komplexe Aromenvielfalt, die vor allem durch fruchtige Töne und Sherry dominiert wird. Abgerundet wird der Genuss dieses Whiskys mit einem langen fruchtigen Abgang.

Winter Storm 21yo. Hierfür wurde der Whisky 21 Jahre lang in amerikanischen Bourbon Fässern eingelagert. Danach wanderte er für vier Monate in französische Eiswein Eichenfässer. Eiswein ist in der Herstellung sehr teuer, da er aus gefrorenen Trauben hergestellt wird. Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass nicht nur der Ertrag sinkt, sondern ganze Ernten verloren gehen. Vor allem die intensive Süße der Früchte und die kräftige hocharomatische Säure zeichnen einen Eiswein aus. Deshalb war der Winter Storm für mich (Florian) auch das interessanteste Experiment der Auswahl. Und wie ist er geworden? Sehr fruchtig (vor allem Litschi und Mirabelle sind schmeckbar), er ist malzig und trocken. Er ist leicht rauchig, was durch die vorhandene leichte Phenolnote spürbar ist.

Peated Cask. Vierter Teil der Experiment Serie wäre eigentlich der „Vintage Cask Peated“ mit 40 Vol-%. Markus Heinze hatte sich allerdings laut eigener Aussage dazu entschlossen, stattdessen einen „Peated Cask“ mit 56,3 Vol-% vorzustellen. In europäischen Weißeichenfässern gelagert und später in Peated Sherry Casks umgefüllt, hat dieser Malt ca. 14 Jahre auf dem Buckel. In der Nase eine Rauchbombe, da dringt sonst kaum etwas anderes durch. Im Mund in Rauch eingelegte Trockenfrüchte verschiedenster Auswahl, die gerade auch im Abgang länger anhalten.

Glenfiddich Masterclass

Nach einer knappen Stunde war die Masterclass leider auch bereits vorbei, dabei hätte Markus Heinze noch viel zu Erzählen gehabt. Die Single Malt Experimente hätten dazu eingeladen, diese noch genauer und in mehr Ruhe zu genießen. Vielen Dank an Markus Heinze für diesen tollen Vortrag und auch unser Chapeau an Glenfiddich für die tollen Experimente.

Photos by Michael Plucik, 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.